Unser Mutterhaus

In der Offenbarung des Johannes heißt es: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und Letzte, der Anfang und das Ende.“ Dieser Symbolik folgt der gewählte Grundriss des neuen Mutterhauses. Die unteren Querbalken des Omegas dienen als Eingangstrakt. Eingang und Foyer liegen in der unteren Öffnung des Omegas. Von dort gelangt man ins Innere des Gebäudes.

Eine Sichtachse gewährt einen Durchblick auf die integrierte Kapelle, die das Alpha bildet. Diese nimmt eine zentrale Position im Gesamtwerk ein. Ihr Dach strebt, zum Innenhof gerichtet, himmelwärts und wird von einem Kreuz gekrönt. Die Auflösungen in Dreiecksform symbolisieren die Heilige Dreifaltigkeit. Ein überdachter Kreuzgang umrahmt den Innenhof, dessen (später) rosengesäumten Wege auf einen Brunnen zulaufen.

Die Fortführung traditioneller Elemente der abendländischen Klosterbauweise in die Moderne war hier das Ziel.

Auf dem ca. 11 000 Quadratmeter großen Grundstück entstand ein Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von gut 7000 Quadratmetern. Das Bauwerk selbst weist vier Vollgeschosse samt einem Dachgeschoss mit Terrassen auf. Damit konnte die bauliche Höhe der Umgebung berücksichtigt werden.

Das Gebäude verfügt über eine Tiefgarage und Vollunterkellerung. Es beinhaltet neben der Kapelle und dem Wohnbereich des Mutterhauskonvents die Verwaltung des Mutterhauses sowie die Büroräume der Krankenhaus- und Altenheimdirektion, Räume für die innerbetriebliche Fortbildung sowie einen Bereich für Gäste und ein Noviziat. Die Speiseräume sowie Hauswirtschafts- und Technikbereiche ergänzen das Raumangebot.

Die konzipierte Rundform mit sieben zusammenschaltbaren Segmenten erlaubt eine bedarfsgerechte und variable Funktionszuordnung bei einer zusammenhängenden inneren Wegführung. Die Übergänge, sozusagen die baulichen Scharniere, sind verglast, lassen viel Licht in das Innere fluten und ermöglichen ansprechende Ausblicke. Verwendet wurden langlebige, solide und natürliche Baumaterialien. In den Obergeschossen sind zur Aufwertung der Zimmer so genannte Salettl, also kleine Wintergärten, verwirklicht, welche auch der Fassade wohltuende Akzente verleihen.