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26.11.2018

Abschied und Neuanfang im Schwesternheim St. Vinzenz in Inzell

Die letzten Barmherzigen Schwestern verließen das Haus - Es wird künftig von Andrea Bonfig-Mollner geleitet


Schwester M. Hildegundis, Schwester M. Severina und Schwester M. Marcia beim Auszug aus der Frauenkirche (Fotos von der Verabschiedung: Helmuth Wegscheider)

Viele Menschen verabschiedeten sich persönlich von den Schwestern.

Andrea Bonfig-Mollner ist die neue Leiterin des Hauses St. Vinzenz in Inzell.

Inzell. In der völlig überfüllten Frauenkirche nahmen vor kurzem die letzten drei Barmherzigen Schwestern Abschied vom Schwesternheim St. Vinzenz. Oberin Schwester M. Hildegundis Pernpaintner, Schwester M. Severina Weiß und Schwester M. Marcia Schneiderbauer verließen das Haus und gingen nach teils jahrzehntelangem Wirken in Inzell in den wohlverdienten Ruhestand. Gleichzeitig ist der Abschied aber auch ein Neuanfang. Denn die Ordensgemeinschaft wird das Schwesternheim als Erholungs- und Besinnungshaus weiterführen wie bisher. Geleitet wird St. Vinzenz künftig erstmals von einer zivilen Mitarbeiterin: die Sozialpädagogin und Gerontologin Andrea Bonfig-Mollner aus Traunreuth. Sie bringt eine langjährige Berufserfahrung als Heimleiterin mit in ihre neue Tätigkeit.

Den Abschiedsgottesdienst zelebrierten gleich vier Priester: Ortspfarrer Otto Stangl, der ehemalige Inzeller Pfarrer Quirin Strobl, Ruhestandspfarrer Andreas Zehentmair und Pater Cleetus. Beim Gottesdienst wirkten auch Diakon Josef Eixenberger und Gemeindereferent Philip Moser mit.

Philip Moser ging in seiner Predigt auf die Arbeit der Ordensschwestern ein. „Ihr seid immer für andere da gewesen und habt die ganze Arbeit aus Liebe zu Gott und den Mitmenschen verrichtet. Allein dafür im Nachhinein nochmal herzlichen Dank", so der Gemeindereferent. Und in der Tat haben die Schwestern viele Aufgaben erledigt und im Dienst des Nächsten gehandelt. Nun sollen sie die Zeit der Muße genießen und Ruhe und Frieden finden, um sich des Lebens zu erfreuen. „Ihr werdet uns fehlen. Der Ort wird ein Stück weit ärmer sein ohne Eure Tätigkeit".

Der zweite Bürgermeister von Inzell, Richard Hütter, übernahm die Aufgabe, die Ordensschwestern aus der Gemeinde zu verabschieden. „So sehr wir Ihnen den längst wohlverdienten Ruhestand gönnen, so blicken wir doch auch mit ein wenig Wehmut im Herzen auf die letzten Jahrzehnte zurück." „Im Namen der Gemeinde Inzell darf ich Ihnen für Ihr segensreiches Wirken in unserer Gemeinde ein herzliches Vergelt’s Gott sagen", so Hütter in seinen abschließenden Worten.

Generaloberin Schwester Rosa Maria Dick hielt einen kurzen Rückblick über das Wirken der Schwestern in Inzell, angefangen bei der Versorgung des Gemeindekrankenhauses bis zur Leitung des Schwesternheimes, das damals mit dem Kauf des Pfarrheimes Niederachen angefangen hatte und zu einem Schwesternerfolgsheim wurde. „Die Frauenkirche war auch unsere Kirche und wirklich ein trautes Heim. Ein herzlicher Dank an alle drei Schwestern, die bis zuletzt hier vor Ort waren."