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08.01.2018

Kardinal Marx besuchte das Karl-Leisner-Zimmer im Waldsanatorium

Mit dabei waren auch zwei Weihbischöfe aus der Heimat Karl Leisners


Einen überraschenden Besuch im Waldsanatorium machte dieser Tage Reinhard Kardinal Marx. Zusammen mit zwei Weihbischöfen aus der Diözese Münster besichtigte er das Karl-Leisner-Zimmer. Der selige Priester Karl Leisner war nach seiner Befreiung aus dem KZ Dachau am 12. August 1945 im Waldsanatorium an den Folgen seiner Haft gestorben. Im Dezember 1944 war Leisner im Konzentrationslager heimlich zum Priester geweiht worden.

Die Weihbischöfe Wilfried Theising und Rolf Lohmann waren, ebenso wie Kardinal Marx, sehr berührt vom Besuch des Sterbezimmers. Karl Leisner ist in der Krypta des Xantener Doms begraben. In dieser Stadt hat Lohmann seinen Amtssitz.

Heute ist keine von den Barmherzigen Schwestern mehr am Leben, die Karl Leisner persönlich kennengelernt haben. Aber die Erinnerung an diese Zeit wird im Waldsanatorium, auch durch den Erhalt des Karl-Leisner-Zimmers, wach gehalten. Hausoberin Schwester M. Epiphania Böhm konnte den Bischöfen einiges berichten, was Mitschwestern, die Karl Leisner noch erlebt haben, über den Seligen erzählt haben.

Am Ende des Besuchs nahm sich Kardinal Marx noch Zeit für einen Besuch in der Hauskapelle, wo er die zur Mittagshore versammelten Schwestern herzlich begrüßte.