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28.03.2016

"Vor Freude jauchzt der Erdkreis auf"

Gedanken zum morgendlichen Hymnus in den Ostertagen


„Im Morgenrot der Himmel glüht,
die Luft durchtönt Triumpfgesang,
vor Freude jauchzt der Erdkreis auf,
und selig, wer der Botschaft glaubt.“

So singen wir Schwestern in diesen Ostertagen in unserem morgendlichen Hymnus.

In einem Osterevangelium wird von einem Jünger berichtet, der von der Auferstehung hörte und zum Grab eilte: „Er sah und glaubte.“ Ja, gesehen hat er „nur“ das leere Grab, aber die Botschaft und die Wirklichkeit, die „hinter“ der Leere standen, sprengten alles Sehen auf und öffneten ihm den Weg zum Glauben.

Was wir manchmal sehen, ist herzlich wenig und gleicht oft einer Leere oder fühlt sich hohl an. Wir können auch nicht leben, geschweige denn vor Freude jauchzen, von dem, was wir sehen. Aber die Osterbotschaft sprengt auch unser Sehen und lässt uns glauben und erfahren, dass das Leben stärker ist als der Tod, weil es eine Frucht der grenzenlosen Liebe ist.

In unserem Wünschen in diesen österlichen Tagen mit den Worten „Frohe Ostern!“ meinen wir auch indirekt oder direkt, dass wir dieser Sprengkraft der Liebe Gottes Glauben schenken können und dürfen. Und in unserem Beten bzw. Singen schließen auch wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, ein und vor allem jene, die im Moment nicht „vor Freude jauchzen“ können.

Foto und Text: Sr. Rosa Maria Dick


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