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06.03.2019

Nachhaltiger Umgang mit Wasser und Boden

Arbeitsgemeinschaft Ökologie auf Kirchengrund tagte in Bad Adelholzen


Ordensleute und Kirchenvertreter aus ganz Bayern kamen zur Tagung der Arbeitsgemeinschaft Ökologie auf Kirchengrund

Besichtigung des Primushofes

Hausoberin Schwester M. Raphaela und Generalökonom Claus Peter Scheucher begrüßten die Tagungsteilnehmer

Das Schwesternheim St. Hildegard der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul war heuer Treffpunkt der Mitglieder des Arbeitskreises für das Jahrestreffen 2019. Nachdem die Adelholzener Alpenquellen, der ordenseigene Brunnenbetrieb, sowie der ökologisch bewirtschaftete Primushof in unmittelbarer Nähe zum Tagungsort liegen, war das Thema des Tages vorgegeben: Gesundes Wasser und gesunder Boden.

Schwester M. Raphaela Schreml, die Hausoberin von St. Hildegard, sowie Claus Peter Scheucher, der Generalökonom der Barmherzigen Schwestern, begrüßten zusammen mit Frater Andreas Schmidt OSB, dem Sprecher der Arbeitsgemeinschaft von der Benediktinerabtei Plankstetten, über 40 Teilnehmer zur 14. Jahrestagung. Die Teilnehmer kamen aus ganz Bayern, von Klöstern und katholischen Einrichtungen, die ökologischen Landbau betreiben oder regenerative Energie erzeugen und einsetzen.

Zwei Vorträge bildeten den fachlichen Einstieg in die Thematik: Dipl.-Brau-Ing. Manfred Mödinger referierte zum Thema “Die Lage des Wassers” und hob dabei die Dringlichkeit hervor, die bestehenden Grundwasservorkommen unter anderem durch extensive Bewirtschaftungsformen in der Landwirtschaft zu schützen. Im zweiten Vortrag referierte Christian Amerle von der IG Gesunder Boden e.V. über die existentielle Notwendigkeit in der Landwirtschaft, dem Thema Boden und Humusaufbau mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei geht es vor allem darum, die Wasserhaltefähigkeit deutlich zu verbessern.

Am Nachmittag standen zwei Exkursionsziele zur Wahl: Die eine Gruppe besichtigte die „Wasserwelt“, das Besucherzentrum der Adelholzener Alpenquellen, und interessierte sich dort insbesondere für die Nachhaltigkeit des Brunnenbetriebs. Die zweite Gruppe wurde von Betriebsleiter Josef Beer durch die ordenseigene Landwirtschaft, den Primushof, geführt. Der Naturland-Betrieb betreibt Kalbinnen-Aufzucht und pflegt mit einer Schafherde die Liegenschaften rund um Adelholzen. Mit dem im eigenen Forst anfallenden Holz werden Hackschnitzel produziert und damit die Wärmeversorgung für das Schwesternheim St. Hildegard und den Primushof sichergestellt.

Dr. Klaus Wiesinger von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft hielt den Abschlussvortrag über die Perspektiven von Agroforstsystemen, also der Hackholzproduktion auf Ackerflächen mit schnell wachsenden Hölzern.

Neben den fachlichen Vorträgen und Exkursionen stand der menschliche und fachliche Austausch der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft im Vordergrund, sich auf dem Weg, verantwortlich und gut mit Gottes Schöpfung umzugehen, zu bestärken und gegenseitig zu unterstützen.