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10.11.2018

Gedenkveranstaltung für die Deportierten und Ermordeten aus der ehemaligen "Heimanlage für Juden"

Am Mittwoch, 14. November, um 19 Uhr im Alten- und Pflegeheim St. Michael -


Am 14. November 2018 wird im Alten- und Pflegeheim St. Michael die jährliche Gedenkveranstaltung durchgeführt, mit der an die Deportation von 500 Münchner Juden aus dem Internierungslager in Berg am Laim erinnert wird, das die Münchner Arisierungsstelle in der Zeit zwischen April 1941 und März 1943 in einem Nebenflügel des Klosters der Barmherzigen Schwestern einrichtete.

Heuer lautet das Thema "1938 - Das Fanal": Am 9. November 1938 setzten die Nationalsozialisten ein folgenreiches Fanal: Reichsweit brannten die Synagogen, nahezu 1000 Münchner Juden wurden ins Konzentrationslager Dachau verschleppt, die systematische Beraubung der Juden setzte ein. Aus Bürgern wurden Entrechtete und der Wettlauf um jüdisches Vermögen und jüdischen Besitz setzte ein. Drei Jahre später stellte die Gestapo in den jüdischen Sammellagern Berg am Laim und Milbertshofen die erste große Deportation von 1000 Juden nach Kaunas zusammen.

Die Gedenkveranstaltung mit Erich Kasberger und dem Trio Susingka erinnert an die Reichspogromnacht vor achtzig Jahren. In Zusammenarbeit mit Friedensgemeinschaft Berg am Laim, Pax Christi Gruppe St. Michael, Evangelischer Offenbarungskirche und dem Bezirksausschuss 14 Berg am Laim.