Durch Glauben "Wunder-volles" bewirken

Fest der Hl. Louise im Mutterhaus

Das Fest der Heiligen Louise, unserer Ordens-Patronin, haben wir heute, am 10. März, gefeiert. Dieser Tag gilt auch als Gründungstag der Barmherzigen Schwestern München, da am Nachmittag des 10.3.1832 die erste Generaloberin der Barmherzigen Schwestern München, Mutter Ignatia Jorth, und Schwester Apollonia Schmitt in München eintrafen. 

 

Die heilige Louise von Marillac wurde 1591 als uneheliches Kind in Paris geboren. Obwohl sie eine für damalige Verhältnisse sehr gute Bildung genoss und eine gute Ehe führte, war ihr Leben nicht immer einfach. So wollte sie beispielsweise mit 16 Jahren in den Kapuzinerorden eintreten, wurde aber aufgrund ihrer schwachen Gesundheit abgelehnt. Ihr Ehemann, den sie mit 22 Jahren heiratete, verstarb nach schwerer Krankheit schon früh.

An diese Stolpersteine erinnerte Generaloberin Schwester Rosa Maria im Rahmen einer sehr zugewandten Andacht. Auf einem Bild vor dem Altar war Louise von Mariallac mit einem Krug und Brot zu sehen, im Hintergrund sechs Krüge als Referenz an die Hochzeit zu Kanaan. Bei der Hochzeit zu Kanaan (Joh. 2,2-11) verwandelt Jesus auf Bitten seiner Mutter Wasser in Wein und vollbringt damit sein erstes Wunder.  Louise von Marillac konnte in ihrem Leben nicht immer aus dem Vollen schöpfen, ihr Krug sei nicht immer “bis zum Rand” mit Freude gefüllt gewesen, so Schwester Rosa Maria. Doch sie habe stets daran geglaubt, dass Gott alles zum Guten führt. Durch diesen Glauben habe sie “Wunder-volles” bewirken können.

Nach dem Tod ihres Mannes lernte Louise in ihrem Kummer Vinzenz von Paul kennen. Diese Begegnung gab ihrem Leben eine Wendung: 1633 gründet sie zusammen mit Vinzenz von Paul die “Filles des la Charité”, die Barmherzigen Schwestern. Fortan kümmerte sie sich zusammen mit jungen Schwestern um Kranke, Flüchtlinge, Gefangene, Verlassene, Findelkinder, Analphabeten, alte Menschen und psychisch Kranke. In der Gemeinschaft bewirkte sie viel Gutes für die an den Rand Gedrängten, aber auch für die ihr anvertrauten Schwestern. 1934 wird sie heilig gesprochen und 1960 zur Patronin aller in der Sozialarbeit tätigen Menschen ernannt.

In der Gemeinschaft - sei es die Dienstgemeinschaft, die Gemeinschaft der Schwestern oder eine andere Formen von Zusammenhalt - können wir auch heute im Vertrauen auf Gott viel bewegen und kleine Wunder der Barmherzigkeit bewirken, betonte Schwester Rosa Maria und dankte allen Mitarbeitenden und Schwestern, die dies Tag für Tag bewiesen.

"Ja, Mutter Louise, du zeigst, wie Glaube und Hoffnung und Liebe, Menschen und Herzen berührt und wandelt das Leben zum Guten.

Den ersten Schwestern warst du Mutter und Vorbild im Glauben. Steh du uns bei, wenn auch wir zweifeln und da und dort fragen.

Zeig einem jeden von uns die rechten Worte und Taten, schenke uns Mut und Geduld und immer den Blick für die Schwachen.

Wie Perlen sind deine Worte gesprochen in unser Leben. Sie leben weiter durch uns und werden lebendig im Heute"

Mit diesen Strophen ergänzte Schwester Rosa Maria das Lied “Mutter, das Wunder geschah”, das alle zusammen sangen. Im Anschluss waren alle Mitarbeitenden von Hausoberin Schwester Maria Adelinde zum Mittagessen eingeladen.

 

Ein großes Dankeschön an die Küche und Hauswirtschaft für das leckere Mittagsmahl und an die Mitarbeitenden, die die Lesung und Fürbitten vortrugen.