Wer Gott mit ganzem Herzen sucht, wird ihn finden.

Spiritueller Impuls zum Todestag der Hl. Louise von Marillac

Haben Sie auch schon mal diese Erfahrung gemacht? Dass ein Weg steinig ist, aber letztendlich wird man für seine Mühen belohnt?

Louise von Marillac, deren Fest wir am 15. März begehen, hatte es in ihrem Leben nicht leicht, bis sie sich nach vielen Schicksalsschlägen an die visionäre Schau ihrer eigenen Zukunft erinnerte: An Pfingsten 1623 in ihrer Heimatpfarrkirche St. Nicolas des Champs in Paris hatte sie eine spirituelle Erleuchtung, in der sie ihre Zukunft als Mitglied einer den Nächsten dienenden Gemeinschaft vor sich sah. Diese Erfahrung nannte sie schlicht “Licht” und trug sie als Notizzettel stets bei sich.

Bald darauf bat Vinzenz von Paul, ihr damaliger Beichtvater und Seelsorger,  Louise um Mithilfe bei der Versorgung der Notleidenden und sie stimmte zu, wie zu etwas längst Erwartetem. Vinzenz übertrug ihr die Leitung seiner Caritas Gruppen.

Louise hörte den Charitè- Gruppen zu, erteilte Ratschläge, wies auf Fehlverhalten hin und ermutigte sie zu neuem, selbstlosen Dienst.  Sie war es auch, die Vinzenz überzeugte, eine Gemeinschaft der „Barmherzigen Schwestern“ zu gründen.

Louise nahm ihr Leben allmählich selbst in die Hand und suchte Gott mit ganzem Herzen und traute sich der göttlichen Vorsehung an. Es war ein langwieriger Prozess, aber ein Weg der zur Heiligkeit führte. 

Am Ende führte Gott alles zum Guten. Also: Ende gut, alles gut!

Schwester Maria Evelina